Expertentipps von Stephanie Indlekofer – und warum du auf die richtigen Kanäle setzen musst
Der Wettbewerb um medizinische Fachkräfte ist intensiv. Wie erreichen Arbeitgeber heute die richtige Zielgruppe – und zwar effizient?
Stephanie Indlekofer, Recruiting Expert am Universitätsspital Zürich, erklärte in unserem Webinar, welche Massnahmen Ärzt:innen wirklich erreichen und wie Arbeitgeber ihre Rekrutierung modern aufstellen können. Wir haben euch die wichtigsten Punkte hier nochmals zusammengefasst.
Erfolgreiches Recruiting ist Multichannel, denn Ärzt:innen bewegen sich nicht alle am selben Ort.
Karrierewebseite + starke Jobplattformen + Direktansprache
Karrierewebseite stärken und SEO priorisieren
Automatische Ausspielung auf starken, spezialisierten Plattformen (z.B. Medicus)
Direktansprache auf LinkedIn – vor allem bei spezialisierten Profilen
Klassische Printinserate - kaum messbar, wenig Wirkung.
Starte mit SEO, spezialisierten Karriereplattformen und LinkedIn – wenig Ressourcen, hoher Effekt.
„Ohne gute Sichtbarkeit der Webseite verliert man potenzielle Bewerbende direkt beim ersten Schritt.“
Mit Tracking wird schnell klar:
Welche Kanäle liefern Bewerbungen?
Wo kommen passende Ärzt:innen her?
Wofür lohnt sich das Budget?
Daten erleichtern Entscheidungen enorm – und sparen Kosten.
Schon einfache Datensammlungen (Excel) helfen, den richtigen Fokus zu finden.
Ärzt:innen haben wenig Zeit. Die wichtigsten Informationen müssen daher sofort ersichtlich sein:
Fachgebiet, Pensum & Standort im Titel
Zielgruppengerechte Sprache (Fachgebiet beachten - in der Chirurgie spricht man anders als in der Dermatologie)
USP ehrlich hervorheben (z.B. Weiterbildung, Teilzeit, Spezialisierung, Teamdynamiken)
Floskeln ohne Inhalt (z.B. familiäres Umfeld)
lange Textwüsten
unrealistisch lange Wunschlisten
Cut the bullshit. Je konkreter, desto besser.
Definiere für jede Stelle ein Wunsch- (ideale Besetzung) sowie Minimalprofil (realistisch besetzbar). Das schafft Klarheit und verhindert Recruiting-Frust. Falls die Ausschreibung mit dem Idealprofil nicht erfolgreich ist, lohnt sich auch mal eine Ausschreibung mit dem Minimalprofil.
Männer bewerben sich eher, auch wenn sie nicht alle Anforderungen erfüllen. Frauen meist nur, wenn sie 100% passen. Mit dem Minimalprofil erreichen wir auch jene, die vielleicht nicht ganz alles erfüllen, aber persönlich super passen.
LinkedIn wird in der akademischen Medizin immer relevanter. Ärzt:innen sind immer mehr auf der Plattform, da der Wissensaustausch vermehrt da stattfindet.
„Je sichtbarer die Ärzt:innen und Kliniken auf LinkedIn sind, desto weniger müssen wir in Inserate investieren.“
Workshops anbieten, wie man ein Linkedin-Profil einrichtet
Privatsphäre-Einstellungen erklären
Hemmschwellen abbauen und Postings üben
Wissenschaftskommunikation fördern
LinkedIn pusht nicht nur Rekrutierung, sondern auch auf einfache Art und Weise die Reputation des Unternehmens.
Mit den passenden Kanälen, klaren Botschaften und datenbasierten Entscheidungen gelingt Recruiting 2025 – ohne unnötige Streuverluste.